22-23_Frankenstein_by_Priska Ketterer_web
© Priska Ketterer

Meisterwerk des Schmarrns mit kongenialer Musik.

Philharmonisches Orchester Hagen II

Chansonnier: HK Gruber
Leitung: Joe Trafton
Philharmonisches Orchester Hagen

Béla Bartók | Tanz-Suite für Orchester
Igor Strawinsky | Petruschka
HK Gruber | Frankenstein

Vom Spiel mit den Kulissen lebt HK Grubers Pandämonium Frankenstein. Die Verse H.C. Artmanns tarnen sich als Kinderlieder durch ihr vorgeblich harmloses Vokabular. Ein Kunstgriff, der dem Liederzyklus das Dämonische verleiht. In seiner 1978 uraufgeführten Vertonung überträgt Gruber Artmanns poetische Methode ins Musikalische: Er arbeitet darin mit Versatzstücken, um die Hörer aufs Glatteis zu locken.

Daneben steht Strawinskys „Petruschka“, ein raffiniertes Stück, in dem das Heitere plötzlich zum bitteren Ernst wird. In der Tanzsuite unternimmt Bartók eine musikalische Reise durch die Gegenden seiner Forschungs- und Sammlertätigkeit.

Der Wiener Komponist, Dirigent, Chansonnier und Kontrabassist HK Gruber ist eine der bekanntesten, aber auch rätselhaftesten Persönlichkeiten der zeitgenössischen Musikszene. Das Pandämonium „Frankenstein!!“, sein populärstes Werk, hatte 1978 mit dem Liverpool Philharmonic Orchestra unter Sir Simon Rattle Premiere und bürstet die Musik unkonventionell gegen den Strich. Grubers Werk umfasst ausserdem zwei Violinkonzerte, ein Cellokonzert für Yo-Yo Ma, ein Konzert für Schlagzeug sowie ein Trompetenkonzert für Håkan Hardenberger, außerdem die Orchesterwerke „Zeitfluren“ für Kammerorchester und „Dancing in the Dark“, eine Auftragskomposition der Wiener Philharmoniker, deren Uraufführung 2003 Simon Rattle dirigierte und deren amerikanische Erstaufführung mit dem Cleveland Orchestra von HK Gruber geleitet wurde. Als Dirigent arbeitet Gruber regelmässig mit international angesehenen Orchestern zusammen. Gruber wurde mit dem Großen Österreichischen Staatspreis ausgezeichnet.

Das Philharmonische Orchester Hagen ist das älteste städtische Orchester in Westfalen. Kammerkonzerte, Sonderkonzerte wie auch Crossover-Projekte zählen ebenso zum Programm wie Projekte für junge Menschen. Internationale Beachtung fand die Ersteinspielung von Hans Rotts Suite Nr. 1 für Orchester E-Dur, erschienen mit der Hamburger Fassung der Ersten Symphonie von Mahler. Seit 2017 ist Joseph Trafton Generalmusikdirektor des Orchesters.

Die geradezu orgiastische Überfülle des Blödsinns schlägt bei diesem Stück in bösartigen Ernst um.

Abendzeitung

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