Shakespeares Hamlet
41 | 38 | 35 €
27 | 26 | 23 €
13. Juni 2026
27. Juni 2026
Das Rockmusical
Regie: Sascha von Donat
Musikalische Leitung: Florian Caspar Richter
Opernwerkstatt am Rhein
Etwas ist faul im Staate Dänemark. Hamlets Vater ist tot, kurz darauf heiratet seine Mutter Claudius, den Bruder des verstorbenen Königs. Als Hamlet erfährt, dass Claudius seinen Vater ermordet hat, sinnt er auf Rache. Gefangen in gesellschaftlichen Konventionen, gebunden durch seine Liebe zu Ophelia und im Zweifel, ob es richtig ist, Gleiches mit Gleichem zu vergelten oder allem zu entfliehen und dem eigenen Leben ein Ende zu setzen, nimmt die Tragödie ihren Lauf. Fragen nach Verantwortung, Moral und Handlungsfähigkeit stehen im Zentrum eines Stoffes, der bis heute nichts von seiner Dringlichkeit verloren hat. Es geht um Macht und Ohnmacht, um Wahrheit und Täuschung, um das Ringen eines jungen Menschen mit sich selbst.
Shakespeares Tragödie „Hamlet“ gilt als Beispiel für die stilistische Bandbreite seiner Sprache – von derbster Gossensprache bis zu streng formalisierter Hofrede. Genau diese Spannweite bildet die Grundlage für eine Inszenierung, die sich bewusst zwischen Literatur, Musiktheater und Konzert bewegt. Wort und Klang treten in einen intensiven Dialog, Monologe werden zu musikalischen Ereignissen. So entsteht ein intensiver Musiktheaterabend, der klassische Vorlage und zeitgenössische Klangwelten eindrucksvoll miteinander verwebt.
Die Opernwerkstatt am Rhein schlägt eine generationsübergreifende Brücke zwischen einem Stoff aus dem Jahr 1600 und Songs, die von den 1980er-Jahren bis in die Gegenwart reichen. In der Rock- und Popmusik findet das Ensemble sprachlich, thematisch und musikalisch alles, was eine zeitgenössische Hamlet-Produktion im Stil neuen Musiktheaters erfordert. Poetische Songs wie Kate Bushs „Breathing“ stehen neben provokanten Ausbrüchen wie Lily Allens „Fuck You“. Der rhythmisch schroffe „The Logical Song“ von Supertramp wird kunstvoll mit dem berühmten Hamlet-Monolog verwoben. Leisere, selbstreflexive Momente entstehen etwa in Adeles „Hello“.
Die Songtexte bleiben unverändert, fügen sich jedoch präzise in die jeweilige dramatische Situation ein. Steampunk-Kostüme und große, eigens gefertigte Puppen prägen das vielschichtige Bühnenbild. Die Kostüme von Dorothea Nicolai und Sascha von Donats kluge Personenregie, ergänzt durch Tanznummern, Akrobatik und choreografierte Fechtszenen, verleihen dem blutigen Geschehen eine unerwartete Leichtigkeit.
Die Rheinpfalz
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